KISS: lokal, solidarisch und ergänzend
KISS steht für Keep it Small and Simple: ein Motto, das den Kern der Organisationen beschreibt. In rund 60 Gemeinden im Kanton Aargau, mit über 200’000 Einwohnerinnen und Einwohnern, koordinieren sechs regionale KISS-Vereine freiwillige Unterstützung im Alltag. Das Prinzip: Menschen aller Generationen schenken einander Zeit - in sogenannten Tandems - für kleine, aber bedeutende Hilfeleistungen im Alltag. Dabei steht KISS nie in Konkurrenz zu professionellen Angeboten, sondern versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Systemen wie Familie, Spitex oder sozialen Diensten.
Authentisch und berührend - ein Anlass mit Wirkung
«Wir waren von A wie Apéro bis Z wie Zeitnachweis authentisch», so Daniela Gamper, Geschäftsleiterin von KISS Reusstal-Mutschellen. Dass der Apéro ein einfaches, gemeinsames Mittagessen mit Gschwellti und Käse war, wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Mit einer eindrücklichen Einstiegspräsentation und kurzen Videosequenzen gelang es den KISS-Organisationen, starke Emotionen zu wecken und aufzuzeigen, warum es KISS braucht und warum ihre Arbeit ein wertvoller Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander ist.
Ein Erfolgsmodell mit Zukunft, aber ohne gesetzliche Basis
Die KISS-Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Vernetzung und ermöglichen es Menschen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld zu leben. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung, des Fachkräftemangels im Pflegebereich und der stark steigenden Sozialkosten wird dieses einzigartige Modell der Nachbarschaftshilfe mit Zeitnachweis nach schweizweit gemeinsamen Standards immer bedeutender. Was derzeit fehlt, ist eine langfristige rechtliche und finanzielle Absicherung dieser Arbeit - etwa durch gesetzliche Grundlagen auf kantonaler Ebene, wie sie im Kanton Glarus bereits existieren.
Einladung an die Politik: Werden Sie Fürsprecherin oder Fürsprecher für KISS
Am Grossratsanlass wurde deutlich: Die KISS-Organisationen im Aargau sind bereit, Verantwortung zu übernehmen - gemeinsam mit den Gemeinden, Behörden und weiteren Partnerorganisationen. Was sie dafür brauchen, ist politische Unterstützung:
Solidarität braucht Strukturen – und Rückenwind aus der Politik
KISS steht für eine neue Kultur des Miteinanders - lokal verankert, konfessions- und parteiunabhängig, gemeinnützig und professionell begleitet. Der Grossratsanlass war ein wichtiges Signal: Damit KISS im Aargau zu einem kantonalen Erfolgsmodell werden kann, braucht es heute kluge politische Entscheidungen für morgen.
Was können Sie tun?
Erzählen Sie in Ihrem politischen, beruflichen und privaten Umfeld von KISS. Werden Sie Mitglied - aktiv oder ideell - in der KISS-Organisation Ihrer Region. Unterstützen Sie uns dabei, eine gesetzliche Grundlage für Nachbarschaftshilfe im Kanton Aargau zu schaffen.
📣 Mehr Informationen unter: https://fondation-kiss.ch
📩 Oder kontaktieren Sie Ihre regionale KISS-Organisation direkt – wir freuen uns über den Austausch.
Hier einige Impressionen zum Anlass.