Lis Glavas | BBAWA, 15. März 2019
Per Ende 2018 hatte die Genossenschaft 106 Mitglieder, 46 nahmen an der GV im Pfarreizentrum St. Martin teil. 1551 Stunden Freiwilligenarbeit sind mittlerweile gutgeschrieben worden, davon 247 Betreuungsstunden. In 70 Erstgesprächen wurden Bedürfnisse und Wünsche abgeklärt und das weitere Vorgehen besprochen. «80 Mitglieder geben und 22 nehmen momentan Leistung», verdeutlichte Präsident Martin Villiger das Ungleichgewicht. Das ist erfahrungsgemäss nicht aussergewöhnlich in der Aufbauphase. «Das könnte daran liegen», gab eine Teilnehmerin zu bedenken, «dass wir meinen, etwas leisten zu müssen, bevor wir profitieren dürfen.» Es könnte auch daran liegen, dass das KISS-Modell und seine Vorzüge noch zu wenig bekannt und anerkannt sind.

Seit eineinhalb Jahren besteht die Genossenschaft KISS Reusstal-Mutschellen, seit einem Jahr bieten Mitglieder Zeit für Unterstützung und Betreuung an oder nehmen diese in Anspruch. An ihrer 1. GV teilte sie die hohe Motivation der Funktionärinnen und Funktionäre mit. Das bargeldlose Vorsorgemodell braucht Zeit, um sich etablieren zu können. Es braucht auch mehr finanzielle Unterstützung.
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